Ganz einfach die Zufriedenheit der Mitarbeiter steigern – Teil 1

Torsten Bühl

Im Endeffekt will jeder zufrieden sein. Zufrieden und glücklich – ob nun am Arbeitsplatz oder im Privaten. Jetzt gibt es Dinge, die man speziell am Arbeitsplatz beachten sollte, um das richtige Umfeld zu schaffen. Aber dazu kommen wir in Teil 2. In diesem Teil geht es um Zufriedenheit und Motivation generell.

Zufriedenheit & Motivation generell

Beginnen wir also damit, wie man generell zufriedener werden kann. Warum ist das wichtig? Ganz einfach: Ein zufriedener Mensch ist automatisch motivierter und leistungsfähiger als ein unzufriedener oder gestresster Mensch.

Und hier ist das Problem: Die gängige Meinung ist, dass man zufriedener ist, wenn man erfolgreich ist – es geschafft hat. Also hart arbeiten, erfolgreich sein und dann ist man zufrieden und glücklich. Das ist aber die falsche Denkweise. Sie führt dazu, dass man auf dem Weg zu seinem Ziel nicht glücklich ist. Und auch nicht glücklich ist, wenn man sein Ziel erreicht hat. Das Ziel wird nach erreichen nämlich einfach verschoben bzw. höher gesetzt. Das Umsatzziel ist also erreicht, aber 10 % mehr im nächsten Monat wären doch eigentlich schöner. Die Beförderung ist da und man wartet schon auf die nächste – eine typische Endlosschleife.

Wie geht es besser? Die Zufriedenheit im Hier und Jetzt steigern. Ein zufriedener Mensch ist leistungsfähiger, seine Intelligenz und die Kreativität steigen. Das Gehirn hat den „Happiness Advantage“. So lässt es sich besser und vor allem intelligenter arbeiten. Man wird zwangsläufig auch erfolgreicher sein – aber unabhängig davon ist es schöner, glücklich auf ein Ziel hinzuarbeiten, als unglücklich.

Wie lässt sich das anstellen? Fangen wir mit 3 einfachen, schnellen und wissenschaftlich erprobten Vorschlägen an:

  • Regelmäßig Sport treiben – am besten Ganzkörpertraining
  • Meditation und Achtsamkeit
  • Täglich 3 Dinge aufschreiben, für die man dankbar ist

Sport und Meditation werden die meisten mit einem großen Zeitaufwand in Verbindung bringen. Das ist aber gar nicht nötig.

Sport

Ein Workout ist am effektivsten, wenn es ca. 45 Minuten dauert. Aber am wichtigsten ist, dass man seinen Körper überhaupt trainiert und als netten Nebeneffekt mal abschaltet. Wer also keine Lust auf Fitnessstudio und generell „keine Zeit“ hat, der sollte es mal mit Tabata versuchen. Die 4 bis 12 Minuten, die man für einen bis drei Durchgänge braucht, hat jeder. Als funktionelles Ganzkörpertraining ist es unglaublich effektiv. Und das Gefühl zu haben, fit zu sein, ist unbeschreiblich.

Mit regelmäßig ist übrigens nicht 1-mal pro Woche gemeint, sondern mindestens 3-mal. Sonst ist es lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Bauen Sie das Training doch einfach in Ihre Routine am Morgen oder nach Feierabend ein. So wird es schnell zur Gewohnheit.

Meditation und Achtsamkeit

Stundenlang meditieren? Nein, 5–10 Minuten am Tag reichen locker aus. Damit Sie sich nicht durch den Dschungel an Quellen zum Thema durchwühlen müssen, hier ein Buchtipp: Search Inside Yourself von Chade-Meng Tan. Der Name ist kein Zufall, denn das Buch basiert auf einem der beliebtesten Seminare bei Google. Vor allem sind die Übungen darin sehr einfach gehalten. Als kleine Motivation: Im Buch wird gezeigt, dass sich das Gehirn durch Meditation und Achtsamkeit verändert und das eigene Glücksniveau erhöht. Das ist durch Hirnscans wissenschaftlich bewiesen.

Dankbarkeit

Zum letzten Punkt: 3 Dinge aufschreiben, für die man dankbar ist – ganz egal was. Klingt einfach und ist es auch. Der Sinn ist, dass das Gehirn darauf trainiert wird, das Positive zu sehen. Man wird täglich zwangsläufig mit viel Negativem konfrontiert, allein schon durch die Medien – zur Abwechslung mal das Gute sehen hört sich doch gut an, oder nicht?

Zu guter Letzt

Wer mehr über die Hintergründe zu „erst zufrieden und dann erfolgreich“ wissen möchte, sollte sich unbedingt den TED-Talk von Shawn Achor anschauen – der war die Inspiration für diesen Artikel.

Zum Abschluss noch ein sinngemäßes Zitat von Shawn Achor:

„Happiness: It’s not how the outside sees you and your environment, but how your brain sees the world.“

Das klingt logisch. Wie sonst kann es sein, dass Menschen in Entwicklungsländern oft als sehr glücklich beschrieben werden, obwohl sie für unsere Maßstäbe so wenig besitzen?

Wenn Sie den Artikel gut finden, empfehlen Sie ihn doch Ihren Kollegen und Ihrem Chef. Sie sind der Chef? Dann empfehlen Sie ihn doch Ihren Mitarbeitern. Übrigens dreht sich bei Company Signal alles um die Zufriedenheit im Unternehmen.

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